Fortschreibung des Emissionskatasters für den Schienenverkehr

Projektlaufzeit:

12/2010 – 08/2011

Projektziele:

  • Aktualisierung und Fortschreibung des Emissionskatasters Schienenverkehr,
  • Entwicklung und Anwendung einer Methode zur Ermittlung der Emissionen aus dem Rangierbetrieb und dem Schienenpersonenfern- und -güterverkehr,
  • Bereitstellung aktueller Daten zum Ausstoß von Luftschadstoffen aus dem Schienenverkehr und zum Einfluss des Schienenverkehrs auf die Luftqualität in Sachsen

Projektergebnisse:

  • Das dem Emissionskataster für den Schienenverkehr zugrunde liegende Schienennetz liegt aktualisiert für das Bezugsjahr 2010 vor.
    Für den Schienenpersonenfern-, Schienengüter- und Rangierverkehr gibt es georeferenzierte Emissionsdaten 2010 für CO2,  CO, HC, SO2, NOx, CH4, N2O, NMHC, Benzol, motorbedingtes PM10, nicht motorbedingtes PM10, nicht motorbedingtes PM2.5 sowie den Dieselverbrauch.
  • Beim Schienenpersonenfernverkehr zeigt der Vergleich mit dem vorherigen Stand des Emissionskatasters durch die Zunahme elektrifizierter Strecken einen Rückgang der Fahrleistungen der Dieseltraktion um ca. 20 %. In Kombination mit dem geänderten Fahrzeugeinsatz sinken die motorbedingten Emissionen um über 90 %.
  • Beim Schienengüterverkehr sinken die motorbedingten Emissionen gegenüber dem vorherigen Stand um ca. 60-85 % (mehr elektrifizierte Strecken, Erneuerung der Fahrzeuge).
  • Der Emissionsanteil der Leer- und Rangierfahrten am Schienengüterverkehr beträgt ca. 7-12 %.
  • Die nicht zur DB AG gehörenden Bahnen haben im Vergleich zur Erhebnung 1999 (2 %) einen deutlich höheren Anteil (25 %) am Schienengüterverkehr.
  • Obwohl der Emissionsbeitrag der sächsischen Rangierbahnhöfe bezüglich der Gesamtschienenverkehrsemissionen bzw. der Gesamtverkehrsemissionen relativ gering bleibt, ist der lokale Einfluss durchaus relevant. So werden die Gesamtverkehrsemissionen der Rasterfelder, in denen sich die Rangierbahnhöfe befinden, bis zu Faktor 10 bei NOx bzw. bis zu Faktor 5 bei PM10 erhöht.
  • Auf Grund der Relevanz der Emissionsbeiträge des Schienenpersonenfern- und Schienengüterverkehrs ist ein Aktualisierungsturnus von 5 Jahren vertretbar. Die Fortschreibung für die dazwischen liegenden Jahre kann über Fortschreibungsfaktoren auf Basis der Verkehrsleistungsentwicklung erfolgen.

Ansprechpartner im LfULG

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 51: Klima, Luftqualität

Martin Schreyer

Telefon: (0351) 2612-5108

E-Mail: Martin.Schreyer@smul.sachsen.de

Webseite: http://www.smul.sachsen.de/lfulg

Abschlussbericht

Schriftenreihe Heft 2/2012, Emissionen des Schienenverkehrs in Sachsen
zurück zum Seitenanfang