Ozonbelastung in Sachsen

Projektlaufzeit: 09/2020 - 12/2022

Das Bild zeigt den Jahresgang, den Wochen- und den Tagesgang der Ozonkonzentrationen für verschiedene Stationstypen.
Das Bild zeigt links den Jahresgang, in der Mitte den Wochengang und rechts den Tagesgang der Ozonkonzentrationen für verschiedene Stationstypen.  © TROPOS

Ozon ist ein wichtiges Spurengas, das gleichzeitig als Luftschadstoff und Treibhausgas wirkt und bedeutende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, die Vegetation, aber auch auf das Klima der Erde hat.

Projektziele:

  • Verbesserung des Verständnisses der Trends sowie des Kenntnisstands zu Quellen und zu Auswirkungen der Ozonbelastung in Sachsen (Datengrundlage: stündliche Ozonkonzentrationen aus dem sächsischen Luftgütemessnetz; Schwerpunkte: langfristige Trends, Bedeutung von Stickoxiden, flüchtigen organischen Verbindungen und Partikeln, meteorologische Bedingungen als wichtige Einflussgröße auf Ozon)
  • quantitative Abschätzung der Wirkung aktueller bzw. steigender Ozonkonzentrationen auf land- und forstwirtschaftliche Erträge und auf die Kohlenstoffbindung in der Vegetation
  • Einschätzung zu Kosten und Nutzen der möglichen Maßnahmen zur Senkung der Ozonkonzentration
  • Entwurf eines Messprogramms zur Erfassung der für die Ozonkonzentration wesentlichen meteorologischen und chemischen Komponenten

Vorläufige Projektergebnisse:

  • Die ersten Auswertungen der Messdaten aus dem Luftmessnetz zeigen räumliche Unterschiede der Ozonentwicklung in Sachsen: Die niedrigsten Ozonkonzentrationen sind an den städtischen Verkehrsstationen und die höchsten Konzentrationen im ländlichen Hintergrund auf dem Erzgebirgskamm zu finden.
  • In den letzten zwei Dekaden kam es bei allen Stationstypen zu einer Verschiebung bei den Häufigkeitsverteilungen: Eine Abnahme in den niedrigsten Konzentrationsklassen und eine Verschiebung in den mittleren Konzentrationsbereich ist fast überall sichtbar.
  • Die Ausprägungen der Trends der mittleren Ozonkonzentrationen an den einzelnen Stationen sind abhängig vom Bezugszeitraum, d. h. von der Länge der Messreihen. Die stärkste Zunahme der Ozonkonzentrationen in den letzten 10 bis 20 Jahren konnte an den Verkehrsstationen beobachtet werden.
  • Als wichtigste Einflussgrößen auf die Ozonkonzentrationen konnten im Modell Luftfeuchte, Temperatur und Stickoxidkonzentrationen identifiziert werden. Ein Anstieg der Stickoxidkonzentration führt unter bestimmten Witterungsbedingungen demzufolge zu einer Abnahme der Ozonkonzentration. Zunehmende Temperaturen und abnehmende Luftfeuchten bewirken einen Anstieg der Ozonkonzentrationen.

Bis Ende der Projektlaufzeit werden die Analysen vertieft und die weiteren Projektziele bearbeitet.

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 51: Luftqualität

Martina Straková

Telefon: 0351 2612-5102

E-Mail: Martina.Strakova@smekul.sachsen.de

Weiterführende Informationen

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