Hauptinhalt

Aktuelles

Astronomischer Frühlingsanfang mit schlechter Luftqualität

Feinstaub PM2.5 - Piktogramm
Feinstaub-Partikel sind mit dem bloßen Auge nicht sichtbar. Sie sind so klein, dass sie eingeamtet werden können. Je kleiner ein Partikel ist um so tiefer dringt es in den Körper ein. Der gröbere Feinstaub-PM10, kann bis in die oberen Bereiche der Lunge vordringen, die kleineren PM2.5-Partikel sind lungengängig und können in die Bronchien und Bronchiolen gelangen.  © LfULG

20.03.2026, 13 Uhr

Sachsens Luftqualität ist derzeit beeinträchtigt. Dabei bewegen sich insbesondere die Konzentrationen von Feinstaub PM10 und PM2.5 auf hohem Niveau. Zusätzlich dazu werden erhöhte Stickstoffdioxid-Konzentrationen registriert und auch die Ozon-Konzentrationen liegen mancherorts nur im Bereich mäßiger Luftqualität. 

Die Gründe für die derzeitige Luftbelastung sind vielfältig und für das Frühjahr nicht ungewöhnlich:

Derzeit liegt Sachsen im Bereich einer Hochdruckbrücke über Mitteleuropa (DWD). Diese luftaustauscharme Hochdruck-Wetterlagen mit schwachen Winden führt zur bodennahen Anreicherung von Luftschadstoffen, da der Austausch dieser sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung stark eingeschränkt ist. Die niedrigen Temperaturen morgens, örtlich mit leichtem Frost, führen zu zusätzlichen Emissionen, aus dem Hausbrand (Heizen mit Festbrennstoffen in Öfen) und aus längeren Kaltstartphasen der Kraftfahrzeuge.

Auch landwirtschaftliche Aktivitäten im Frühjahr wie Bodenbearbeitung und Düngerausbringung tragen zur Emission von primären Feinstaubpartikeln durch Aufwirbelung und Erosion, aber auch zur Bildung von sekundären Feinstaubpartikeln aus den landwirtschaftlichen Ammoniak-Emissionen bei. Hinzu kommt der zu niederschlagsarme Winter 25/2026 in Sachsen, sowie ein sich schon jetzt abzeichnendes Defizit für den März 2026. Dies erhöht das Potential an oberflächlich ausgetrockneten Böden und erhöht in Folge das Potential von Feinstaubaufwirbelung aus Landwirtschaft und Straßenverkehr. 

Hinzu kommt ein hohes Pollenaufkommen wie derzeit bei Birke und Erle. Intakte Pollenpartikel sind in der Regel eine größer als Feinstaub, wenn sie zerbrechen, können diese auch kleiner werden und zur Feinstaubbelastung beitragen und somit eingeatmet werden.

Seit gestern 19.03.26 werden an sächsischen Luftmessstationen erhöhte Feinstaubkonzentrationen registriert: die PM10-Tagesmittelwerte lagen teilweise nur knapp unterhalb des Tagesgrenzwertes von 50 µg/m3 (bei 35 zulässigen Überschreitungen im Jahr pro Station) – z.B. in Leipzig. Prinzipiell ist aber ganz Sachsen betroffen, auch die ländlichen Hintergrundstationen.

Hohe Belastung, auch bei der feineren Feinstaubfraktion PM2.5: Der neue, ab 2030 gültige Tagesgrenzwert für PM2.5 von 25 µg/m3 (bei 18 zulässigen Überschreitungen im Jahr pro Station) wäre gestern an allen vier Stationen mit dieser Messung überschritten gewesen. PM2.5-Spitzenwerte des gestrigen Tages lagen alle im Bereich schlechter Luftqualität.

Die erhöhte Luftbelastung, v.a. bei Feinstaub, wird voraussichtlich auch in den kommenden Tagen anhalten, da sich die Wetterlage wahrscheinlich nicht wesentlich ändern wird. 

Hohe Feinstaubkonzentrationen schaden der Gesundheit. Die Gesundheitsgefährdung ergibt sich u. a. aus der sehr kleinen Größe der Feinstaubpartikel. Dies ermöglicht es den Feinstaubpartikeln tief in die Lunge einzudringen. Bei hoher Pollen- und Feinstaubbelastung, kann sich die Immunreaktionen des Körpers verstärken. Deshalb wird insbesondere empfindlichen oder bereits vorgeschädigten Personen empfohlen, körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden. 

Erhöhte Feinstaubkonzentrationen in Sachsen

Piktogramm Saharastaub
© LfULG
Update – 11.03.2026, 16:00 Uhr

An mehreren sächsischen Messstationen kam es gestern zu Überschreitungen des Tagesgrenzwertes von 50 µg/m3 für PM10-Feinstaub (bei 35 zulässigen Überschreitungen im Jahr pro Station). In Summe wurden an acht Stationen Überschreitungen registriert (vorläufige Werte), betroffen waren alle sächsischen Großstädte (Chemnitz, Dresden, Leipzig) aber mit Annaberg-Buchholz und dem Schwartenberg auch Teile des Erzgebirges. Der höchste Tagesmittelwert wurde in Leipzig an der Station Lützner Straße mit einem Tagesmittelwert für PM10 von 99 µg/m3 gemessen.

Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Tagen - aufgrund von wechselhaftem Wetter mit möglichen Niederschlägen - die Feinstaubkonzentrationen wieder sinken.

09.03.2026, 12:40 Uhr

Sachsens Luftqualität ist derzeit durch erhöhte Feinstaubkonzentrationen (PM10, PM2,5) beeinträchtigt. Die noch anhaltende Heizungssaison (Emissionen durch Heizen mit Festbrennstoffen in Öfen) und die derzeit herrschende Hochdruck-Wetterlage, die eine Aufkonzentrierung von Luftschadstoffen bodennah bevorteilt, trugen und tragen hierzu bei.

Jedoch kam es nur an einer Station in den vergangenen Tagen zu Überschreitungen des Tagesgrenzwertes von 50 µg/m3 für PM10-Feinstaub (bei 35 zulässigen Überschreitungen im Jahr pro Station). Der höchste Tagesmittelwert betrug an der Station Leipzig-Lützner Straße 60 µg/m³ (06.03.2026).

Die erhöhte Feinstaubbelastung wird voraussichtlich auch in den kommenden Tagen anhalten, da sich die Wetterlage wahrscheinlich nicht wesentlich ändern wird. Hinzutritt eine mögliche Zusatzbelastung durch Saharastaub.

Hohe Feinstaubkonzentrationen schaden der Gesundheit. Die Gesundheitsgefährdung ergibt sich u. a. aus der sehr kleinen Größe der Feinstaubpartikel. Dies ermöglicht es den Feinstaubpartikeln tief in die Lunge einzudringen. Deshalb wird insbesondere empfindlichen oder bereits vorgeschädigten Personen empfohlen, körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden.

Mögliche erhöhte Schwefeldioxid-Konzentrationen und Geruchsbelastung auf dem Erzgebirgskamm

Piktogramm Schwefeldioxid
© LfULG
25.02.2026, 08:25 Uhr

Aufgrund von Verbrennung von Kohlenwasserstoffgas mit Schwefelwasserstoff in der Region Ustí (Tschechien) kann es bei entsprechender Wetterlage bis zum 25.02.2026 zu erhöhten SO2-Konzentrationen und Geruchsbelastungen auf dem Erzgebirgskamm kommen.

Aktuell bewegen sich die Stundenmittelwerte für SO2 im einstelligen Bereich und liegen nahe der messtechnischen Nachweisgrenze. Der bisher höchste Stundenmittelwert für SO2 am gestrigen Tag (24.02.2026) wurde auf dem Schwartenberg mit 1,6 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (18:00 UHR MEZ) gemessen.

Zur Einordnung: Dies entspricht weniger als 1 % des gesetzlichen Grenzwertes für den SO2-Stundenmittelwert, der bei 350 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft liegt (24 zulässige Überschreitungen pro Station und Jahr).

Information 12.02.26: Mögliche erhöhte Schwefeldioxid-Konzentrationen und Geruchsbelastung auf dem Erzgebirgskamm in den kommenden Tagen

Piktogramm Schwefeldioxid
© LfULG

12.02.2026, 08:30 Uhr

Aufgrund der Verbrennung von Kohlenwasserstoffgas mit Schwefelwasserstoff in der Region Ustí (Tschechien) kann es heute und morgen bei entsprechender Wetterlage zu erhöhten SO2-Konzentrationen und Geruchsbelastungen auf dem Erzgebirgskamm kommen. Aktuell bewegen sich die Stundenmittelwerte für SO2 im einstelligen Bereich. Der bisher höchste Stundenmittelwert für SO2 am heutigen Tag (12.02.26) wurde in Zinnwald mit 8,5 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (8:00 UHR MEZ) gemessen. Zur Einordnung: Dies entspricht weniger als 3 % des gesetzlichen Grenzwertes für den SO2-Stundenmittelwert, der bei 350 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft liegt (24 zulässige Überschreitungen pro Station und Jahr). 

Hohe Feinstaubkonzentrationen in Sachsen halten weiter an

Luftqualitätsindex des Umweltbundesamtes
Luftqualitätsindex des Umweltbundesamtes am 06.02.2026, 9 Uhr. Deutlich zu erkennen ist die schlechte bis sehr schlechte Luftqualität aufgrund von hoher Feinstaubkonzentration in Ostdeutschland.  © Umweltbundesamt

Sachsens Luftqualität ist infolge der anhaltenden Wetterlage weiterhin beeinträchtigt. Dabei bewegen sich insbesondere die Konzentrationen von Feinstaub PM10 und PM2.5 auf hohem Niveau.

Seit dem 19.01.26 werden an sächsischen Luftmessstationen erhöhte Feinstaubkonzentrationen registriert: Einer ersten Feinstaub-Episode, mit hohen PM10-Tagesmittelwerten über 50 µg/m3 an mehreren Stationen und mehreren Tagen in Folge vom 23. bis 25. Januar, folgte zwischen 26. Januar und dem 2. Februar eine Phase mit mäßiger Luftqualität und PM10-Tagesmitteln zwischen 6 und 49 µg/m3. Nun steigen die PM10-Feinstaubkonzentrationen seit Mittwoch, dem 03.02.26 wieder deutlich an. Eine zweite Feinstaub-Episode ist in Sicht.

Während der PM10-Episoden, die vor allem im Winter und in der Übergangszeit auftreten, herrschen meist luftaustauscharme Hochdruck-Wetterlagen mit schwachen Winden und bodennahen Inversionen. Der Austausch von Luftschadstoffen ist sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung stark eingeschränkt, so dass die PM10-Konzentrationen in der Atmosphäre von Tag zu Tag ansteigen. Verstärkt wird der witterungsbedingte Effekt in der kalten Jahreszeit durch zusätzliche Emissionen, u. a. aus dem Hausbrand (Heizen mit Festbrennstoffen in Öfen) und aus längeren Kaltstartphasen der Kraftfahrzeuge.

An mehreren sächsischen Messstationen kam es gestern und vorgestern zu Überschreitungen des Tagesgrenzwertes von 50 µg/m3 für PM10-Feinstaub (bei 35 zulässigen Überschreitungen im Jahr pro Station).  Am Mittwoch, den 4. Februar, wurden an fünf Stationen Überschreitungen registriert, am gestrigen Tag acht (vorläufige Werte). Die höchsten Tagesmittel wurden in Görlitz mit Werten von jeweils 70 und 65 µg/m3 gemessen. Die höchsten Stundenmittelwerte für PM10 - Feinstaub gestern und vorgestern traten ebenfalls in Ostsachsen auf. Prinzipiell ist jedoch ganz Sachsen betroffen.

Die hohe Feinstaubbelastung wird voraussichtlich auch über das Wochenende anhalten, da sich die Wetterlage in den nächsten Tagen nicht wesentlich ändern wird.

Hohe Feinstaubkonzentrationen schaden der Gesundheit. Das gesundheitsgefährdende an den Feinstaubpartikeln ist, dass sie durch ihre geringe Größe sehr tief in die Lunge eindringen können. Deshalb wird insbesondere empfindlichen oder bereits vorgeschädigten Personen empfohlen, körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden.

Vorabinformation 26.01.26: Mögliche erhöhte Schwefeldioxid-Konzentrationen und Geruchsbelastung auf dem Erzgebirgskamm in den kommenden Tagen

Piktogramm Schwefeldioxid
© LfULG

26.01.2026, 11 Uhr

Aufgrund der Verbrennung von Kohlenwasserstoffgas mit Schwefelwasserstoff- und Ammoniakanteilen in der Region Ustí (Tschechien) kann es heute und morgen bei entsprechender Wetterlage zu erhöhten SO2-Konzentrationen und Geruchsbelastungen auf dem Erzgebirgskamm kommen. Der bisher höchste Stundenmittelwerte für SO2 am heutigen Tag (26.01.26) wurde am Schwartenberg mit 36 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (2:00 UHR MEZ) gemessen. Zur Einordnung: Dies entspricht ca. 10% des gesetzlichen Grenzwertes für den SO2-Stundenmittelwert, der bei 350 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft liegt (24 zulässige Überschreitungen pro Station und Jahr). 

Januar 2026: Hohe Feinstaubkonzentrationen in Sachsen und deutschlandweit

Luftqualitätsindex des Umweltbundesamtes
Luftqualitätsindex des Umweltbundesamtes am 23.01.26, 13 Uhr. Deutlich zu erkennen ist die schlechte bis sehr schlechte Luftqualität aufgrund von hoher Feinstaubkonzentration deutschlandweit.  © Umweltbundesamt

23.01.26, 14:30 Uhr

Die derzeitige Hochdruckwetterlage mit schwachem Wind aus östlicher Richtung, Minustemperaturen und fehlenden Niederschlägen führt zu austauscharmen Wetterbedingungen, verbreiteten Inversionen und in Folge zu erhöhter Luftbelastung in Sachsen.

Seit dem Wochenanfang (19.01.26) werden an sächsischen Luftmessstationen erhöhte Feinstaubkonzentrationen registriert: Der maximale Stundenmittelwert für PM10 - Feinstaub wurden gestern an der Leipzig - Lützner Straße mit 91 µg/m3 gemessen. Der PM10-Tagesgrenzwert von 50 µg/mwurde erreicht aber bisher noch nicht überschritten (vorläufige Werte). Es zeichnet sich ab, dass die Feinstaubkonzentrationen heute noch einmal höher ausfallen werden. Am Wochenende ist nicht mit einer wesentliche Änderung der Wetterbedingungen zu rechnen. Die Luftbelastung wird somit voraussichtlich andauern.

Ein Blick auf die Luftqualitätskarte des Umweltbundesamtes zeigt, dass deutschlandweit schlechte Luftqualität aufgrund hoher Feinstaubkonzentrationen herrscht. Auch die Nachbarländer Polen und Tschechien sind betroffen.

Jahreswechsel 2025/2026: Hohe Feinstaubkonzentrationen - aber keine Grenzwertüberschreitung

Feinstaub PM10-Tagesmittelwerte an Neujahr 2024, 2025 und 2026 - Rangliste
Rangliste der Tagesmittelwerte der PM10-Feinstaubkonzentration an Neujahr in 2024, 2025 und 2026 an den sächsischen Luftmessstationen. Die PM10-Messung erfolgt an insgesamt 23 Messstationen. Für 2026 liegen derzeit nur vorläufige Online-Werte vor.   © LfULG

02.01.2026, 17.30 Uhr

Alle Jahre wieder begrüßen die Deutschen das neue Jahr mit Feuerwerk und Böllerei. Dabei gelangen in kurzer Zeit große Mengen an Schadstoffen, insbesondere Feinstaub, in die Luft. Zum Jahreswechsel 2025/2026 war eine insgesamt moderate Feinstaubbelastung in Sachsen zu verzeichnen, die hinter den Vorjahreswerten zurückblieb. Dies zeigt der Vergleich mit den Tagesmittelwerten sowie der Blick auf die maximalen Stundenmittelwerte für Feinstaub. Gute Wetterbedingungen gebietsweise mit Regen, Schneeregen oder Schnee und mäßigem bis frischem Wind trugen zur schnellen Durchmischung der Luftschichten und Auswaschung der Feinstaubpartikel bei. Die höchsten Stundenmittelwerte am Neujahrstag in Sachsen wurden an den Luftmessstation Leipzig-West mit 296 µg/m³ (1-2 Uhr) für Feinstaub-PM10 und mit 159 µg/m3 (1-2 Uhr) für Feinstaub-PM2.5 an der Station Zwickau-Werdauer Straße gemessen. Damit waren die maximalen Stundenmittelwerte an Neujahr 2026 an allen sächsischen Messtationen - mit Ausnahme von Leipzig-West und Bautzen - niedriger als in den Vorjahren 2024 und 2025. Zu Überschreitungen des Tagesgrenzwertes von 50 µg/m³ Feinstaub-PM10 kam es weder am 31.12.25 noch am Neujahrstag. Die PM10-Tagesmittelwerte erreichten maximal 33 µg/m3 (Leipzig-West). Die Rußkonzentration erreichte vergleichsweise moderate Werte mit einem maximalen Stundenmittelwert von 2.2 µg/m³ am Bahnhof-Neustadt in Dresden. 

Vorabinformation: Mögliche erhöhte Schwefeldioxid-Konzentrationen auf dem Erzgebirgskamm in den kommenden Tagen

Piktogramm Schwefeldioxid
© LfULG

25.11.2025, 11 Uhr

Aufgrund der Verbrennung von Abgasen mit Schwefelwasserstoffanteil in der Region Ustí (Tschechien) kann es heute und morgen bei entsprechender Wetterlage zu erhöhten SO2-Konzentrationen und Geruchsbelastungen auf dem Erzgebirgskamm kommen. Der bisher höchste Stundenmittelwerte für SO2 am heutigen Tag (25.11.25) wurde am Schwartenberg mit 38 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (7:00 UHR MEZ) gemessen. Zur Einordnung: Dies entspricht ca. 10% des gesetzlichen Grenzwertes für den SO2-Stundenmittelwert, der bei 350 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft liegt (24 zulässige Überschreitungen pro Station und Jahr). 

 

Viel Sonne und hohe Ozonbelastung in den kommenden Augusttagen

Schematische Darstellung von bodennahen Ozon
© LfULG

13.08.2025

Temperaturen über 30 °C und intensive Sonneneinstrahlung begünstigen die Bildung von bodennahem Ozon. Aufgrund der hochsommerlichen Wetterlage ist aktuell deshalb mit sehr hohen Ozonkonzentrationen zu rechnen. Die Ozonkonzentration der letzten Tagen lag an allen sächsischen Luftmessstationen unterhalb der 150 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Eine Überschreitung der Ozon-Informationsschwelle von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft ist in den nächsten Tagen aber insbesondere auf dem Erzgebirgskamm nicht auszuschließen. Körperlich anstrengende Tätigkeiten und besondere sportliche Ausdauerleistungen im Freien sollten daher vermieden werden.

Brand in der Gohrischheide und Auswirkungen auf die Luftqualität

Rußkonzentrationen in Dresden und Umgebung
Ruß-Konzentrationen in Dresden und Umgebung (vorläufige Werte)   © LfULG

03.07.2025, 13:00 Uhr

Aufgrund eines Waldbrandes in der Gohrischheide im Norden Sachsens kommt es in Teilen Sachsens zu Brandgeruch und erhöhten Feinstaub- und Rußkonzentrationen. An den Luftmessstationen Radebeul-Wahnsdorf und Dresden-Nord wurden heute (03.07.25) bei nordwestlicher Windrichtung erhöhte Rußkonzentrationen von 2.41 µg/m3 (9 Uhr MEZ) und 3.26 µg/m3 (10 Uhr MEZ) gemessen. Im Moment sinken die Russ-Konzentrationen dort wieder. Auch an den Messstationen in Görlitz und Bautzen wurden erhöhte PM10-Feinstaubkonzentrationen von jeweils 54 µg/mund 37 µg/m3 gemessen. Da der Brand bisher nicht gelöscht ist, ist weiterhin mit Geruchs- und Rauchbelastung zu rechnen. 

Juli 2025 startet mit Hitze und hoher Ozonbelastung

Schematische Darstellung von bodennahen Ozon
© LfULG

02.07.2025, 16 Uhr

Aufgrund der Wetterlage ist aktuell sachsenweit mit hohen Ozonkonzentrationen zu rechnen. Der Schwellenwert zur Information der Öffentlichkeit über kurzfristige akute Ozonbelastungen von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (Stundenmittelwert) wurde zwar noch nicht überschritten, mancherorts aber bereits fast erreicht. Demnach wurde an der Luftmessstation Leipzig-West heute (02.07.2025, 12 Uhr MEZ) ein Ozon-Stundenmittelwert von 173 µg/m3 gemessen. Zur Einordnung - die Informationsschwelle wurde in Sachsen im Jahr 2023 und 2024 für jeweils eine Stunde überschritten. Körperlich anstrengende Tätigkeiten und besondere sportliche Ausdauerleistungen im Freien sollten bei hoher Ozonbelastung daher vor allem in den Mittags- und Nachmittagsstunden vermieden werden.

  • Aktuelle Messwerte
  • Brand in Dresden-Großzschachwitz am 23. Mai 2025

    Rußkonzentrationen an Dresdner Luftmessstationen zum Zeitpunkt des Großbrandes am 23.05.2025
    Rußkonzentrationen an sächsischen Luftmessstationen in und um Dresden zum Zeitpunkt des Großbrandes in Großzschachwitz am 23.05.2025. Verkehrsstation (rot), städtische Hintergrundstation (gelb) und ländliche Hintergrundstation (blau). Vorläufige Werte.  © LfULG

    23.05.2025

    Heute am Freitag, den 23. Mai 2025, kam es in den frühen Morgenstunden im Dresdner Stadtteil Großzschachwitz zu einem Großbrand in einem Entsorgungsunternehmen. Die Auswirkungen des Brandes sind in den Ruß- und Feinstaubkonzentrationen der Dresdner Luftmessstationen erfassbar. Demnach wurde ab 05:00 Uhr (MEZ) an den Messstationen Dresden-Nord und Dresden-Wickelmannstraße, die in Windrichtung lagen, ein deutlicher Anstieg der Rußkonzentrationen registriert. Der Spitzenwert von 6,35 µg/m³ wurde gegen 7.00 Uhr (MEZ) an der nächstgelegenen Station Dresden-Winckelmannstraße erreicht. Auch ein kontinuierlicher Anstieg der PM10-Feinstaubkonzentrationen ist zu verzeichnen. 

  • Aktuelle Messwerte
  • Walpurgisnacht 2025

    Dargestellt sind die Feinstaubkonzentrationen PM10 und PM2.5 in der Walpurgisnacht 2025. Die höchsten Werte für PM10 wurden an der Luftmessstationen Bautzen, Annaberg-Buchholz, Niesky und Chemnitz-Leipziger-Straße, mit jeweils 185, 159, 111 und 106 µg/m3
    Feinstaubkonzentrationen an Verkehrsstationen (rot), städtischen Hintergrundstationen (gelb) und ländlichen Hintergrundstationen (blau) des sächsischen Luftmessnetzes zur Walpurgisnacht 2025. Vorläufige Werte.  © LfULG

    02.05.2025

    In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai eines jeden Jahres werden in Sachsen traditionell Hexenfeuer entfacht, um die «bösen Wintergeister« zu vertreiben und die warme Jahreszeit zu begrüßen. Ein Blick auf die PM10 – Feinstaubkonzentrationen zeigt die regionalen Schwerpunkte:

    • Ostsachsen: die Oberlausitz mit Bautzen, Görlitz und Zittau sowie
    • Westsachsen: die Region um Plauen, Zwickau und Chemnitz.

    Die höchsten Stundenmittelwerte für PM10 – Feinstaub, allesamt über 100 µg/m3, wurden an den Luftmessstationen Bautzen, Annaberg-Buchholz, Niesky und Chemnitz-Leipziger-Straße, jeweils mit 185, 159, 111 und 106 µg/m3 gemessen.

    An den Messstationen auf dem Schwartenberg, in Carlsfeld, Bautzen und Niesky sind die in dieser Nacht registrierten Werte die höchsten Stundenmittelwerte im laufenden Jahr und somit höher als zu Silvester.  

    In Bautzen kam es mit 58 µg/m3 am 1. Mai auch zur Überschreitung des Tagesmittelwertes für PM10 (bei 35 zulässigen Überschreitungen von 50 µg/m3 im Jahr pro Station).

    In Brockau und an der Zwickau-Werdauer-Straße traten Stundenmittelwerte der feineren Feinstaubfraktion PM2.5 mit 183 und 158 µg/m3 auf. Das waren die höchsten Stundenmittel des laufenden Jahres an beiden Stationen. Die PM2.5 Tagesmittel lagen mit jeweils 53 µg/m3 auch über dem Tagesmittelwert für PM10.

    Trotz vergleichbar gutem Wetter wie im Vorjahr fällt die Bilanz der Walpurgisnacht 2025 damit etwas schlechter aus. 2024 gab es keine Überschreitung des Tagesmittelwertes PM10 und maximale Stundenmittel deutlich unterhalb der 100 µg/m3.

    Hohe Luftbelastung trübt den Frühlingsstart in Sachsen

    12.03.2025

    In Deutschland herrscht Hochdruckwetterlage: In Sachsen kommt noch wenig Wind und kein Regen hinzu – all dies führt zu austauscharmen Wetterbedingungen und erhöhter Luftbelastung.

    Seit dem 03.03.2025 werden an sächsischen Luftmessstationen erhöhte Feinstaubkonzentrationen (PM10) registriert: Die maximalen Stundenmittelwerte für PM10 - Feinstaub wurden in Chemnitz (03.03), in Görlitz (04.03) und in Leipzig-Mitte (05.03/06.03) mit jeweils 87, 96, 150 und 101 µg/m3 gemessen (vorläufige Werte). 

    Die hohe Feinstaubbelastung hielt auch über das Wochenende an. Am Wochenende erreichte uns zusätzlich Saharastaub. Ein Teil des Saharastaubes führte in Verbindung mit der Südwestwetterlage und den kalten Nächten der letzten Tage (verstärktes Heizen) auch in Sachsen an mehreren Messstationen zu Überschreitungen des Tagesgrenzwertes für PM10-Feinstaub (bei 35 zulässigen Überschreitungen im Jahr pro Station).  Am Samstag, den 8. März wurden an fünf Stationen Überschreitungen registriert, ebenso am Sonntag, den 9. März 2025. Die höchsten Tagesmittel wurden in Leipzig-Mitte mit Werten von jeweils 70 und 81 µg/m³ gemessen.

    Am Montag, 10.03.2025 wurden an neun Messstationen und am Dienstag, den 11.03.2025 an drei Messstationen Überschreitungen des PM10-Tagesgrenzwertes registriert.

    Im Laufe der kommenden Woche werden Niederschläge den Staub auswaschen und zu einer Verbesserung führen.

  • Aktuelle Messwerte
  • Februar 2025: Hohe Feinstaubkonzentrationen in Sachsen und deutschlandweit

    14.02.2025

    In den letzten Tagen wurden an den Luftmessstationen in Sachsen erhöhte Feinstaubkonzentrationen gemessen. Die hohe Feinstaubbelastung hält weiter an.

    Am Montag, den 10. Februar 2025, wurde der Tagesgrenzwert für PM10-Feinstaub an sieben Stationen überschritten (bei 35 zulässigen Überschreitungen von 50 µg/m3 im Jahr pro Station). Die höchsten Tagesmittelwerte wurden in Plauen-Süd, Görlitz und Leipzig-Lützner Straße mit jeweils 68, 61 und 59 µg/m3 gemessen. Der maximale Stundenmittelwert für Feinstaub-PM10 wurde am Montag in Plauen-Süd mit 105 µg/m3 ermittelt (vorläufige Werte). Auch in den letzten drei Tagen, von Dienstag, 11. Februar bis Donnerstag, 13. Februar 2025, wurden wiederholt drei, fünf und drei vorübergehende Überschreitungen des Tagesgrenzwertes registriert.

    Dass die schlechte Luftqualität nicht nur lokale Ursachen hat, zeigt ein Blick auf die Luftqualitätskarte des Umweltbundesamtes: Fast die Hälfte aller Luftmessstationen im Bundesgebiet zeigen Überschreitungen des Tagesmittelwertes am 10.02.2025.

    Grund für die schlechte Luftqualität sind die winterlichen Temperaturen und die damit verbundenen höheren Emissionen, vor allem durchs Heizen (Holz). Das zeigen auch die erhöhten Rußkonzentrationen in Dresden. Hinzu kommen die austauscharmen Wetterbedingungen mit östlicher Hochdruckwetterlage, kaum Wind und fehlendem Niederschlag. Diese führen zur Anreicherung von schadstoffreicher Luft am Boden. 

    Hohe Feinstaubkonzentrationen in der Silvesternacht 2024/2025

    Das Diagramm zeigt den Verlauf der Feinstaubkonzentrationen PM2.5 und PM10 an verschiedenen sächsischen Luftmessstationen zum Jahreswechsel 2024/2025. Die höchsten Konzentrationen sieht man zwischen 23 und 4 Uhr nachts.
    Es handelt sich um vorläufige Daten.  © LfULG 2025

    Die Feuerwerke und Böller waren vielerorts nicht zu übersehen oder zu überhören. Besonders in den sächsischen Großstädten brachte die Silvesternacht jede Menge Feinstaub mit sich. Der höchste Stundenmittelwert für PM10 wurde mit 617 µg/m³ an der Luftmessstation in Chemnitz in der Leipziger Straße registriert, der höchste PM2.5-Stundenmittelwert in Dresden-Nord (Bahnhof-Neustadt) mit 718 µg/m³. Durch die Knallerei kam es auch zu Überschreitungen des Tagesgrenzwertes von 50 µg/m³ Feinstaub PM10 in Dresden, Chemnitz und Klingenthal. Die Rußkonzentration erreichte beachtliche 17,8 µg/m³ am Bahnhof-Neustadt in Dresden. Das war die höchste stündliche Rußbelastung in den letzten 15 Jahren an diesem Ort. Durch den Wetterumschwung sanken die Feinstaubkonzentrationen im Verlauf des Neujahrstages glücklicherweise rasch ab.

    Kontakt

    Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

    Referat 51: Luftqualität

    Juliane Höhle

    Telefon: 0351 2612-5101

    E-Mail: Juliane.Hoehle@lfulg.sachsen.de

    zurück zum Seitenanfang