Aktuelles
Jahreswechsel 2025/2026: Hohe Feinstaubkonzentrationen - aber keine Grenzwertüberschreitung
Alle Jahre wieder begrüßen die Deutschen das neue Jahr mit Feuerwerk und Böllerei. Dabei gelangen in kurzer Zeit große Mengen an Schadstoffen, insbesondere Feinstaub, in die Luft. Zum Jahreswechsel 2025/2026 war eine insgesamt moderate Feinstaubbelastung in Sachsen zu verzeichnen, die hinter den Vorjahreswerten zurückblieb. Dies zeigt der Vergleich mit den Tagesmittelwerten sowie der Blick auf die maximalen Stundenmittelwerte für Feinstaub. Gute Wetterbedingungen gebietsweise mit Regen, Schneeregen oder Schnee und mäßigem bis frischem Wind trugen zur schnellen Durchmischung der Luftschichten und Auswaschung der Feinstaubpartikel bei. Die höchsten Stundenmittelwerte am Neujahrstag in Sachsen wurden an den Luftmessstation Leipzig-West mit 296 µg/m³ (1-2 Uhr) für Feinstaub-PM10 und mit 159 µg/m3 (1-2 Uhr) für Feinstaub-PM2.5 an der Station Zwickau-Werdauer Straße gemessen. Damit waren die maximalen Stundenmittelwerte an Neujahr 2026 an allen sächsischen Messtationen - mit Ausnahme von Leipzig-West und Bautzen - niedriger als in den Vorjahren 2024 und 2025. Zu Überschreitungen des Tagesgrenzwertes von 50 µg/m³ Feinstaub-PM10 kam es weder am 31.12.25 noch am Neujahrstag. Die PM10-Tagesmittelwerte erreichten maximal 33 µg/m3 (Leipzig-West). Die Rußkonzentration erreichte vergleichsweise moderate Werte mit einem maximalen Stundenmittelwert von 2.2 µg/m³ am Bahnhof-Neustadt in Dresden. (Stand 02.01.2026, 17.30 Uhr)
- Einfluss besonderer Ereignisse auf die Luftqualität (*.pdf, 1,53 MB) Stand: 29.04.2025
- Datenrecherche
- Weitere Informationen des Umweltbundesamtes
Vorabinformation: Mögliche erhöhte Schwefeldioxid-Konzentrationen auf dem Erzgebirgskamm in den kommenden Tagen
Aufgrund der Verbrennung von Abgasen mit Schwefelwasserstoffanteil in der Region Ustí (Tschechien) kann es heute und morgen bei entsprechender Wetterlage zu erhöhten SO2-Konzentrationen und Geruchsbelastungen auf dem Erzgebirgskamm kommen. Der bisher höchste Stundenmittelwerte für SO2 am heutigen Tag (25.11.25) wurde am Schwartenberg mit 38 Mikrometer pro Kubikmeter Luft (7:00 UHR MEZ) gemessen. Zur Einordnung: Dies entspricht ca. 10% des gesetzlichen Grenzwertes für den SO2-Stundenmittelwert, der bei 350 Mikrometer pro Kubikmeter Luft liegt (24 zulässige Überschreitungen pro Station und Jahr). (Stand 25.11.2025, 11 Uhr)
Viel Sonne und hohe Ozonbelastung in den kommenden Augusttagen
Temperaturen über 30 °C und intensive Sonneneinstrahlung begünstigen die Bildung von bodennahem Ozon. Aufgrund der hochsommerlichen Wetterlage ist aktuell deshalb mit sehr hohen Ozonkonzentrationen zu rechnen. Die Ozonkonzentration der letzten Tagen lag an allen sächsischen Luftmessstationen unterhalb der 150 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Eine Überschreitung der Ozon-Informationsschwelle von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft ist in den nächsten Tagen aber insbesondere auf dem Erzgebirgskamm nicht auszuschließen. Körperlich anstrengende Tätigkeiten und besondere sportliche Ausdauerleistungen im Freien sollten daher vermieden werden.
Stand: 13.08.2025
Brand in der Gohrischheide und Auswirkungen auf die Luftqualität
Aufgrund eines Waldbrandes in der Gohrischheide im Norden Sachsens kommt es in Teilen Sachsens zu Brandgeruch und erhöhten Feinstaub- und Rußkonzentrationen. An den Luftmessstationen Radebeul-Wahnsdorf und Dresden-Nord wurden heute (03.07.25) bei nordwestlicher Windrichtung erhöhte Rußkonzentrationen von 2.41 µg/m3 (9 Uhr MEZ) und 3.26 µg/m3 (10 Uhr MEZ) gemessen. Im Moment sinken die Russ-Konzentrationen dort wieder. Auch an den Messstationen in Görlitz und Bautzen wurden erhöhte PM10-Feinstaubkonzentrationen von jeweils 54 µg/m3 und 37 µg/m3 gemessen. Da der Brand bisher nicht gelöscht ist, ist weiterhin mit Geruchs- und Rauchbelastung zu rechnen. (Stand: 03.07.2025, 13:00 Uhr)
Juli 2025 startet mit Hitze und hoher Ozonbelastung
Aufgrund der Wetterlage ist aktuell sachsenweit mit hohen Ozonkonzentrationen zu rechnen. Der Schwellenwert zur Information der Öffentlichkeit über kurzfristige akute Ozonbelastungen von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (Stundenmittelwert) wurde zwar noch nicht überschritten, mancherorts aber bereits fast erreicht. Demnach wurde an der Luftmessstation Leipzig-West heute (02.07.2025, 12 Uhr MEZ) ein Ozon-Stundenmittelwert von 173 µg/m3 gemessen. Zur Einordnung - die Informationsschwelle wurde in Sachsen im Jahr 2023 und 2024 für jeweils eine Stunde überschritten. Körperlich anstrengende Tätigkeiten und besondere sportliche Ausdauerleistungen im Freien sollten bei hoher Ozonbelastung daher vor allem in den Mittags- und Nachmittagsstunden vermieden werden.
(Stand: 02.07.2025, 16 Uhr)
- Aktuelle Messwerte
- Aktuelle Messwerte
- Ostsachsen: die Oberlausitz mit Bautzen, Görlitz und Zittau sowie
- Westsachsen: die Region um Plauen, Zwickau und Chemnitz.
- Einfluss besonderer Ereignisse auf die Luftqualität (*.pdf, 1,53 MB) Stand: 29.04.2025
- Aktuelle Messwerte
- Einfluss besonderer Ereignisse auf die Luftqualität (*.pdf, 1,53 MB) Stand: 29.04.2025
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Brand in Dresden-Großzschachwitz am 23. Mai 2025
Heute am Freitag, den 23. Mai 2025, kam es in den frühen Morgenstunden im Dresdner Stadtteil Großzschachwitz zu einem Großbrand in einem Entsorgungsunternehmen. Die Auswirkungen des Brandes sind in den Ruß- und Feinstaubkonzentrationen der Dresdner Luftmessstationen erfassbar. Demnach wurde ab 05:00 Uhr (MEZ) an den Messstationen Dresden-Nord und Dresden-Wickelmannstraße, die in Windrichtung lagen, ein deutlicher Anstieg der Rußkonzentrationen registriert. Der Spitzenwert von 6,35 µg/m³ wurde gegen 7.00 Uhr (MEZ) an der nächstgelegenen Station Dresden-Winckelmannstraße erreicht. Auch ein kontinuierlicher Anstieg der PM10-Feinstaubkonzentrationen ist zu verzeichnen. (Stand: 23.05.2025)
Walpurgisnacht 2025
In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai eines jeden Jahres werden in Sachsen traditionell Hexenfeuer entfacht, um die «bösen Wintergeister« zu vertreiben und die warme Jahreszeit zu begrüßen. Ein Blick auf die PM10 – Feinstaubkonzentrationen zeigt die regionalen Schwerpunkte:
Die höchsten Stundenmittelwerte für PM10 – Feinstaub, allesamt über 100 µg/m3, wurden an den Luftmessstationen Bautzen, Annaberg-Buchholz, Niesky und Chemnitz-Leipziger-Straße, jeweils mit 185, 159, 111 und 106 µg/m3 gemessen.
An den Messstationen auf dem Schwartenberg, in Carlsfeld, Bautzen und Niesky sind die in dieser Nacht registrierten Werte die höchsten Stundenmittelwerte im laufenden Jahr und somit höher als zu Silvester.
In Bautzen kam es mit 58 µg/m3 am 1. Mai auch zur Überschreitung des Tagesmittelwertes für PM10 (bei 35 zulässigen Überschreitungen von 50 µg/m3 im Jahr pro Station).
In Brockau und an der Zwickau-Werdauer-Straße traten Stundenmittelwerte der feineren Feinstaubfraktion PM2.5 mit 183 und 158 µg/m3 auf. Das waren die höchsten Stundenmittel des laufenden Jahres an beiden Stationen. Die PM2.5 Tagesmittel lagen mit jeweils 53 µg/m3 auch über dem Tagesmittelwert für PM10.
Trotz vergleichbar gutem Wetter wie im Vorjahr fällt die Bilanz der Walpurgisnacht 2025 damit etwas schlechter aus. 2024 gab es keine Überschreitung des Tagesmittelwertes PM10 und maximale Stundenmittel deutlich unterhalb der 100 µg/m3.
(Stand 02.05.2025)
Hohe Luftbelastung trübt den Frühlingsstart in Sachsen
In Deutschland herrscht Hochdruckwetterlage: In Sachsen kommt noch wenig Wind und kein Regen hinzu – all dies führt zu austauscharmen Wetterbedingungen und erhöhter Luftbelastung.
Seit dem 03.03.2025 werden an sächsischen Luftmessstationen erhöhte Feinstaubkonzentrationen (PM10) registriert: Die maximalen Stundenmittelwerte für PM10 - Feinstaub wurden in Chemnitz (03.03), in Görlitz (04.03) und in Leipzig-Mitte (05.03/06.03) mit jeweils 87, 96, 150 und 101 µg/m3 gemessen (vorläufige Werte).
Die hohe Feinstaubbelastung hielt auch über das Wochenende an. Am Wochenende erreichte uns zusätzlich Saharastaub. Ein Teil des Saharastaubes führte in Verbindung mit der Südwestwetterlage und den kalten Nächten der letzten Tage (verstärktes Heizen) auch in Sachsen an mehreren Messstationen zu Überschreitungen des Tagesgrenzwertes für PM10-Feinstaub (bei 35 zulässigen Überschreitungen im Jahr pro Station). Am Samstag, den 8. März wurden an fünf Stationen Überschreitungen registriert, ebenso am Sonntag, den 9. März 2025. Die höchsten Tagesmittel wurden in Leipzig-Mitte mit Werten von jeweils 70 und 81 µg/m³ gemessen.
Am Montag, 10.03.2025 wurden an neun Messstationen und am Dienstag, den 11.03.2025 an drei Messstationen Überschreitungen des PM10-Tagesgrenzwertes registriert.
Im Laufe der kommenden Woche werden Niederschläge den Staub auswaschen und zu einer Verbesserung führen.
(Stand: 12.03.2025).
Februar 2025: Hohe Feinstaubkonzentrationen in Sachsen und deutschlandweit
In den letzten Tagen wurden an den Luftmessstationen in Sachsen erhöhte Feinstaubkonzentrationen gemessen. Die hohe Feinstaubbelastung hält weiter an.
Am Montag, den 10. Februar 2025, wurde der Tagesgrenzwert für PM10-Feinstaub an sieben Stationen überschritten (bei 35 zulässigen Überschreitungen von 50 µg/m3 im Jahr pro Station). Die höchsten Tagesmittelwerte wurden in Plauen-Süd, Görlitz und Leipzig-Lützner Straße mit jeweils 68, 61 und 59 µg/m3 gemessen. Der maximale Stundenmittelwert für Feinstaub-PM10 wurde am Montag in Plauen-Süd mit 105 µg/m3 ermittelt (vorläufige Werte). Auch in den letzten drei Tagen, von Dienstag, 11. Februar bis Donnerstag, 13. Februar 2025, wurden wiederholt drei, fünf und drei vorübergehende Überschreitungen des Tagesgrenzwertes registriert.
Dass die schlechte Luftqualität nicht nur lokale Ursachen hat, zeigt ein Blick auf die Luftqualitätskarte des Umweltbundesamtes: Fast die Hälfte aller Luftmessstationen im Bundesgebiet zeigen Überschreitungen des Tagesmittelwertes am 10.02.2025.
Grund für die schlechte Luftqualität sind die winterlichen Temperaturen und die damit verbundenen höheren Emissionen, vor allem durchs Heizen (Holz). Das zeigen auch die erhöhten Rußkonzentrationen in Dresden. Hinzu kommen die austauscharmen Wetterbedingungen mit östlicher Hochdruckwetterlage, kaum Wind und fehlendem Niederschlag. Diese führen zur Anreicherung von schadstoffreicher Luft am Boden. (Stand: 14.02.2025)
Hohe Feinstaubkonzentrationen in der Silvesternacht 2024/2025
Die Feuerwerke und Böller waren vielerorts nicht zu übersehen oder zu überhören. Besonders in den sächsischen Großstädten brachte die Silvesternacht jede Menge Feinstaub mit sich. Der höchste Stundenmittelwert für PM10 wurde mit 617 µg/m³ an der Luftmessstation in Chemnitz in der Leipziger Straße registriert, der höchste PM2.5-Stundenmittelwert in Dresden-Nord (Bahnhof-Neustadt) mit 718 µg/m³. Durch die Knallerei kam es auch zu Überschreitungen des Tagesgrenzwertes von 50 µg/m³ Feinstaub PM10 in Dresden, Chemnitz und Klingenthal. Die Rußkonzentration erreichte beachtliche 17,8 µg/m³ am Bahnhof-Neustadt in Dresden. Das war die höchste stündliche Rußbelastung in den letzten 15 Jahren an diesem Ort. Durch den Wetterumschwung sanken die Feinstaubkonzentrationen im Verlauf des Neujahrstages glücklicherweise rasch ab.
Kontakt
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Referat 51: Luftqualität
Juliane Höhle
Telefon: 0351 2612-5101
E-Mail: juliane.hoehle@lfulg.sachsen.de