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Luftmessnetz

Piktogramm Luftmessnetz

Der Freistaat Sachsen betreibt zur Überwachung der Luftqualität ein landesweites Luftmessnetz mit derzeit 26 Messstationen (Stand 1. Januar 2021). Dabei sind die Standorte so gewählt, dass eine flächendeckende Immissionsüberwachung gewährleistet ist.

Ziele und Aufgaben der Überwachung der Luftqualität sind:

  • die Kontrolle der Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften zum Schutz der menschlichen Gesundheit, der Pflanzen und Ökosysteme,
  • die Information der Öffentlichkeit über die aktuelle Luftqualität, insbesondere bei Überschreitungen von Schwellenwerten,
  • Langzeituntersuchungen – Analyse von Trends zu einzelnen Luftschadstoffen und in verschiedenen Gebieten von Sachsen, insbesondere in Ballungsgebieten.

Dabei werden Gebiete unterschiedlicher Belastungssituationen entsprechend den Kriterien der EG-Richtlinien beurteilt durch:

  • verkehrsnahe Messungen,
  • Messungen im städtischen Hintergrund,
  • Messungen im ländlichen Hintergrund.

Die Messungen der Luftschadstoffe erfolgen kontinuierlich. Bei der zeitlichen Auflösung wird unterschieden in Stunden-, Tages-, Wochen- und Monatsmittelwerten.

Folgende Schadstoffe werden in Stundenmittelwerten erfasst: Stickoxide (NOx), Ozon (O3), Schwefeldioxid (SO2), Feinstaub PM10 (automatisches Messverfahren), Benzol, Toluol, Xylole, Ruß (BC-optisches Messverfahren).

Eine Bestimmung in Tagesmittelwerten erfolgt bei: Feinstaub PM10 und PM2,5 (gravimetrisches Messverfahren) sowie bei Inhaltsstoffen im Feinstaub PM10 (Schwermetalle, Arsen, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, elementarer und organischer Kohlenstoff).

Wochenmittelwerte werden erfasst von im Niederschlag gelösten Stoffen zur Bestimmung der nassen Deposition und Monatsmittelwerte von Staubniederschlag einschließlich dessen Gehalt an Blei (Pb), Cadmium (Cd), Arsen (As) und Nickel (Ni).

Zur Bewertung der Luftqualität werden an den Messstationen zusätzlich auch stündlich meteorologische Parameter erfasst.

Die flächendeckende Messung von Kohlenmonoxid (CO) wurde 2008 eingestellt. Auf Grund der sehr niedrigen CO-Konzentrationen im gesamten Messnetz besteht keine gesetzliche Messpflicht mehr. CO-Messungen erfolgen aber zum Beispiel zeitlich begrenzt im Rahmen von Sondermessungen.

Hinweis zu Feinstaub-Daten

Feinstaub PM10 wird mit zwei Messsystemen überwacht. Das eine ist ein PM10-Automat (TEOM) und das andere ein PM10-Sammelsystem (HVS) mit gravimetrischer Filteranalyse im Labor. Die Ergebnisse der PM10-Automaten werden täglich aktualisiert und dienen der Information der Bevölkerung über die aktuelle Belastungslage (z. B. im Internet und MDR-Videotext). Die Bewertung der PM10-Belastung im gesetzlichen Sinne basiert an höher belasteten Orten auf den Ergebnissen der PM10-Sammelsysteme, die eine höhere Datenqualität als die Automaten liefern. Diese Werte sind jedoch aufgrund der Laboranalyse erst einige Zeit später verfügbar.

Eine Übersicht über die Messstationen und die gemessenen Schadstoffkomponenten enthalten folgende Dokumente:

Tabelle »Immissionsmessnetz in Sachsen« Stand: 2021

Dokumentation der Stationen Stand: 2020

Betreiber der Messstationen ist die Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft Sachsen (BfUL), die die Daten der Auswerte- und Informationszentrale Luft (AIL) des LfULG zur Bewertung der Luftqualität in Sachsen kontinuierlich übermittelt.

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(© Burkhard Lehmann, LfULG)

Messstation Brockau

An der Messstation (grüner Container mit Probenahmeeinrichtungen auf dem Dach) lehnt eine Leiter, damit das Dach bestiegen werden kann. Neben der Messstation befinden sich Parkplätze, kleine Bäume und Glassammelsontainer. Im Hintergrund sieht man ein Haus
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(© Burkhard Lehmann)

Messstation Glauchau

Vom Dach der Messstation in Glauchau sieht man eine Straße mit einer Bushaltestelle und Wohnhäusern. Auf dm Dach des Stationscontainers befinden sich die Probenahmeeinrichtungen für die Luftschadstoffe
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(© Burkhard Lehmann, LfULG)

Messstation Chemnitz - Hans-Link-Straße

Die Messstation in der Hans-Link-Straße in Chemnitz (grüner Container mit Probenahmeeinrichtungen auf dem Dach) steht auf einer Wiese mit angrenzendem Parkplatz. Im Hintergrund sind Gebäude sichtbar.
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(© Burkhard Lehmann, LfULG)

Messstation Collmberg

Die Messstation auf dem Collmberg (weißer Container mit Probenahmeeinrichtungen auf dem Dach) ist umgeben von grünen Wiesen, Bäumen und einem Gebäude.n
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(© Burkhard Lehmann, LfULG)

Messstation Bautzen

Die Messstation in Bautzen (weißer Container mit Probenahmeeinrichtungen auf dem Dach) befindet zurückgesetzt an einer Straße neben Garagen. Im Hintergrund sieht man Mehrfamilienhäuser.
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(© Burkhard Lehmann, LfULG)

Messgeräte in einer Messstation

Die verschiedenen Messgeräte in einer Messstation befinden sind sich in Metallregalen.
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(© Burkhard Lehmann, LfULG)

Messstation Radebeul-Wahnsdorf

Vom Dach der Messstation in Radebeul-Wahnsdorf hat man einen guten Blick auf die umgebenden Gebäude und Wiesen.
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(© Burkhard Lehmann, LfULG)

Messstation Borna

Die verkehrsnahe Messstation in Borna (weißer Container mit Probenahmeeinrichtungen auf dem Dach) steht am Rand einer Straße hinter dem Gehweg und vor Bäumen.
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(© Burkhard Lehmann, LfULG)

Messstation Annaberg-Buchholz

Das Bild zeigt das Dach der Messstation in Annaberg-Buchholz. Hinter den Probenahmen der Luftschadstoffe sieht man die Sankt-Katharinen-Kirche.en
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(© Burkhard Lehmann, LfULG)

Messstation Niesky

Die Messstation in Niesky (Container mit Probenahmeeinrichtungen auf dem Dach) steht auf einer Wiese. Sie ist mit Tieren bunt bemalt. Im Vordergrund dieser Malerei ist ein Tigerkopf zu sehen.
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(© Burkhard Lehmann, LfULG)

Messstation Dresden - Bergstraße

Eine zweite verkehrsnahe Messstation in Dresden steht auf dem Gehweg der Bergstraße stadtauswärts. Es handelt sich um einen kleinen weißen Container mit Probenahmeeinrichtungen auf dem Dach.
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(© Burkhard Lehmann, LfULG)

Messstation Dresden - Nord

Die verkehrsnahe Messstation in Dresden steht am Neustädter Bahnhof zwischen Fahrradständern.
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